Ausbildungsplatzumlage

ausbildungsplatzumlage

Mit der Ausbildungsplatzumlage sichern wir die Fachkräfte von morgen

Die Ausbildungsplatzumlage ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Ausbildung, mehr Fachkräften und einer zukunftsfähigen Berliner Wirtschaft. Kleine und Mittelständische Betriebe, die bereits ausbilden, profitieren und Unternehmen, die bislang nicht ausbilden, werden stärker in die Verantwortung genommen – ein fairer Ausgleich.

Berlin bildet zu wenig aus

Berlin ist seit Jahren Schlusslicht im bundesweiten Vergleich der Ausbildungszahlen. Derzeit gibt es rund 52.000 Ausbildungsverhältnisse, was einer Ausbildungsquote von 3,1 % entspricht. Im Bundesdurchschnitt liegt diese Quote hingegen bei 4,6 %.

Würde Berlin dieses Niveau erreichen, kämen mehr als 25.000 zusätzliche Ausbildungsplätze hinzu. Dieses Defizit hat spürbare Auswirkungen auf die Fachkräftesicherung und bremst die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt.

Viele Berliner Unternehmen profitieren von gut qualifizierten Fachkräften – doch nur ein vergleichsweise geringer Teil engagiert sich aktiv in der dualen Ausbildung.

Ein zentrales Problem liegt in der bisherigen Finanzierung: Die Kosten der Ausbildung werden bislang allein von den ausbildenden Betrieben getragen. Gleichzeitig ist eine gute Ausbildung jedoch mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden.

Die Lösung: Eine Umlage zur gemeinsamen Finanzierung

Die geplante Ausbildungsplatzumlage setzt genau an diesem Punkt an: Künftig sollen alle Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitenden, die nicht oder unterdurchschnittlich ausbilden, in einem gemeinsamen Umlagefonds einzahlen.

Konkret bedeutet das:

  • Unternehmen, die unter der bundesdurchschnittlichen Ausbildungsquote von 4,6 % liegen, zahlen in den Fonds ein
  • Ausbildungsplätze, die über eine festgelegte Mindestquote (derzeit 3,1 %) hinausgehen, werden vollständig aus dem Fonds finanziert

Dieses Modell schafft Anreize für mehr Ausbildungsengagement und sorgt gleichzeitig für eine gerechtere Verteilung der Kosten. Ein Grundsatz bleibt dabei zentral: Gefördert werden ausschließlich Ausbildungen, die nach Tarif- oder Branchenlohn vergütet werden. So stellen wir sicher, dass nicht nur mehr, sondern auch qualitativ hochwertige und faire Ausbildungsplätze entstehen.
Ein Blick in andere Bereiche zeigt, dass Umlagemodelle funktionieren. In Branchen wie dem Bauhauptgewerbe oder der Pflege haben vergleichbare Systeme bereits zu einer messbaren Steigerung der Ausbildungsverhältnisse geführt.

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