Melanie Kühnemann-Grunow
01.04.2026 | Die aktuellen Publikumszahlen für das Jahr 2025 bestätigen eindrucksvoll: Berlin bleibt die Theatermetropole Europas. Mit einer Bilanz, die das hohe Niveau der Vorjahre nicht nur hält, sondern punktuell übertrifft, beweisen die Berliner Bühnen ihre enorme Anziehungskraft und Relevanz für die Stadtgesellschaft.
Die SPD-Fraktion spricht sich daher klar gegen Pläne aus, die Berliner Theater in einer zentralen Theaterstiftung zusammenzufassen. Wir setzen auf die Eigenständigkeit der Häuser. Jede Bühne hat ihr eigenes künstlerisches Profil und ihr besonderes Publikum. Eine Theaterstiftung würde der Theaterstadt Berlin nicht guttun, sondern die Entwicklung der Häuser im Ökosystem, gerade im Zusammenhang mit anderen Häusern oder Gruppen und Kollektiven beschränken. Denn das bedeuten die aktuellen Zahlen auch: Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei institutionell geförderten Kompagnien.
Die Publikumszahlen der Freien Szene zeigen, wie wichtig diese Akteur:innen für die Vielfalt der darstellenden Künste sind. Um die Berliner Freie Szene weiter zu stärken, ermutigen wir die Senatsverwaltung für Kultur Kooperationen zwischen den festen Häusern und den Berliner Kompagnien mehr zu fördern. Ziel ist es, der einzigartigen Berliner Freien Szene mehr Sichtbarkeit und Präsentationsmöglichkeiten innerhalb der etablierten Infrastruktur zu geben. Die Freie Szene in Berlin hat das Bild Berlins mitgeprägt und soll darum bessere Möglichkeiten zur Präsentation in Berlin erhalten.
Melanie Kühnemann-Grunow, Sprecherin für Kultur: „Die Zahlen für 2025 sprechen eine deutliche Sprache: Das Berliner Publikum liebt seine Theater. Unsere Bühnen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen Identität und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Berlin. In Zeiten der finanziellen Anspannung ist es unsere Aufgabe, diese Stabilität nicht durch bürokratische Experimente zu gefährden, sondern sie nachhaltig zu festigen.“
