Bettina König
26.06.2026 | Im Abgeordnetenhaus von Berlin fand auf Einladung der gesundheitspolitischen Sprecher:innen der Koalitionsfraktionen ein Fachtag zum Thema Long Covid, Post-Covid, Post-Vac und ME/CFS mit Betroffenen, Wissenschaft, Gesundheitswesen und Politik statt. Die Ergebnisse zeigen weiterhin deutlichen Handlungsbedarf.
Bettina König, Sprecherin für Gesundheit der SPD-Fraktion:
„Unsere Stadt braucht endlich eine verlässliche Versorgungsstruktur für Menschen, die von Long Covid, Post-Vac und/oder ME/CFS betroffen sind. Insbesondere die Versorgungs- und Lebenssituation von Schwerstbetroffenen, die zum Teil seit Jahren bettgebunden sind, muss dringend und nachhaltig verbessert werden. Dass schwerkranke, bettgebundene Menschen in Berlin nicht adäquat medizinisch versorgt werden, ist für uns nicht hinnehmbar.“
Christian Zander, Sprecher für Gesundheit der CDU-Fraktion:
„Es gibt noch zu viele offene Fragen in Bezug auf Ursachen, Krankheitsverläufe und Behandlungsmöglichkeiten, weshalb wir mehr in Forschung investieren. Eine stärkere Sensibilisierung für das Thema ist unerlässlich, damit Betroffene sich weder in Schule und Beruf noch in anderen Lebensbereichen rechtfertigen müssen, wenn sie durch eine – noch nicht ausreichend erforschte und verstandene – Erkrankung Einschränkungen erleben.“
Durch die Vorträge und Diskussionen wurde deutlich, dass Berlin auch sechs Jahre nach Ausbruch der Pandemie weiterhin vor großen Herausforderungen steht, insbesondere was die medizinische Versorgung, wissenschaftliche Forschung und Aufklärung über das Krankheitsbild angeht.
Auch Fortschritte bei der Unterstützung von Betroffenen wurden bei dem Fachtag hervorgehoben. Mit der Einrichtung einer Beratungsstelle für Menschen mit postviralen Erkrankungen konnte ein wichtiges Orientierungs- und Unterstützungsangebot für Betroffene und ihre Angehörigen geschaffen werden. Die Beratungsstelle unterstützt bei sozialen und rechtlichen Fragen und stellt einen wichtigen Baustein für eine Information Betroffener dar.
Den Dialog mit Betroffenen, Forschung und Medizin wollen beide Gesundheitspolitiker:innen auch weiterhin fortsetzen und sich dafür einsetzen, dass die notwendigen Rahmenbedingungen für eine bessere Versorgung, mehr Forschung und gesellschaftliche Aufklärung geschaffen werden.
