Sevim Aydin
28.05.2026 | Zum heute veröffentlichten Berliner Mietspiegel erklärt Sevim Aydin, Sprecherin für Wohnen und Mieten:
„Der Berliner Mietspiegel ist ein wichtiges Instrument für Transparenz und Orientierung auf dem Wohnungsmarkt. Er schafft für Mieter:innen ebenso wie für Vermieter:innen eine verlässliche Grundlage.
Die durchschnittliche Steigerung der Bestandsmieten um 6,9 Prozent zeigt jedoch unmissverständlich: Der Druck auf dem Berliner Wohnungsmarkt bleibt massiv. Für viele Berliner:innen ist das Wohnen zunehmend die soziale Frage.
Deshalb gehen wir als SPD-Fraktion den richtigen Weg: Mit dem Mietenkataster wollen wir endlich mehr Transparenz über die tatsächlichen Mietentwicklungen schaffen. Die Mietpreisprüfstelle wird Mieter:innen dabei unterstützen, gegen überhöhte und rechtswidrige Mieten vorzugehen.
Gleichzeitig zeigt die Entwicklung erneut, dass es auf Bundesebene stärkere regulatorische Instrumente braucht. Die Mietpreisbremse muss dauerhaft gelten und deutlich verschärft werden. Außerdem brauchen die Länder endlich rechtssichere Möglichkeiten, um Mieten wirksam zu begrenzen. Der Mietendeckel war der politische Versuch, die Mietenexplosion in Berlin zu stoppen – die damalige Debatte zeigt bis heute, wie groß der Wunsch vieler Menschen nach wirksamem Mieterschutz ist.
Klar ist: Der Markt allein wird die Wohnungsfrage nicht lösen. Berlin braucht mehr bezahlbaren Wohnraum, stärkere öffentliche und gemeinwohlorientierte Wohnungsbestände und einen Staat, der entschlossen gegen Verdrängung und spekulative Mietsteigerungen vorgeht.“
