Ausbildung

Der Fachkräftemangel in den Gesundheitsfachberufen, etwa der Physio- und Ergotherapie oder der Logopädie, verschärft sich immer mehr. Dies betrifft auch Berlin: Bedingt durch die demografische Entwicklung und seit Jahren deutlich abnehmende Ausbildungszahlen müssen viele Menschen eine wochenlange Wartezeit in Kauf nehmen, bis sie ihre verordnete Behandlung wahrnehmen können. Dies ist gesundheitspolitisch nicht sinnvoll.

Zum Antrag „Mehr Frauen in technische Berufe: Reservierungsquote bei landeseigenen Unternehmen durchsetzen“ (Drs.18/1306), den die rot-rot-grünen Koalitionsfraktionen am 27. September 2018 ins Abgeordnetenhaus einbringen, erklären die frauen- und gleichstellungspolitischen Sprecherinnen Derya Çağlar (SPD-Fraktion), Ines Schmidt (Fraktion DIE LINKE) und Anja Kofbinger (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen):

Frauen sind in landeseigenen Berliner Unternehmen immer noch stark unterrepräsentiert. Jedes Jahr werden gerade einmal 15 Prozent der angebotenen technischen Ausbildungsplätze von Frauen belegt. Obwohl §7 des Landesgleichstellungsgesetzes vorschreibt, dass bei Unterrepräsentanz von Frauen je Ausbildungsgang und Vergaberunde die Ausbildungsplätze mindestens zur Hälfte an Frauen vergeben werden müssen, bewegt sich beim Frauenanteil seit Jahren kaum etwas.

Im Land Berlin haben die in freier Trägerschaft befindlichen Berufsfachschulen für Altenpflege bisher ein einkommensabhängiges Schulgeld verlangt, nur die öffentliche Altenpflegeschule hat kein Schulgeld erhoben. Ab dem 1. September 2016 übernimmt das Land Berlin das Schulgeld für die Ausbildung von Altenpflegerinnen und Altenpflegern auf dem Niveau des Jahres 2014. Dazu erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sozial- und seniorenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Ülker Radziwill:

Das Abgeordnetenhaus von Berlin hat am 17. März 2016 das Juristenausbildungsgesetz geändert. Die Unterhaltsbeihilfe für Referendarinnen und Referendare wird zum 1. Juni 2016 um 100 Euro erhöht und die Qualität der Ausbildung verbessert. Dazu werden die Einstellungszahlen in den juristischen Vorbereitungsdienst um 20 Prozent gesenkt. Der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Sven Kohlmeier, und der rechtspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Sven Rissmann erklären dazu:

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Fraktion im Dialog: Stärkung der dualen Berufsausbildung in Berlin

Die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen. Wenn sie in der dualen Ausbildung fehlen, dann fehlen sie später auch in den Betrieben. Berlin, die wachsende Stadt, steht für Aufstieg, Chancen, Kreativität und Entfaltung. Die duale Berufsausbildung ist ein verlässliches Fundament und ein attraktiver wie praxisnaher Weg für einen guten Übergang in ein erfolgreiches Berufsleben für jede und jeden. Wir diskutieren mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik, der Wirtschaft und den Gewerkschaften über innovative Formate für mehr Ausbildungsbereitschaft. Es geht darum, wie die...

Heute starten in vier Berliner Bezirken regionale Anlaufstellen der Jugendberufsagentur Berlin, in Friedrichshain-Kreuzberg, Marzahn-Hellersdorf, Tempelhof-Schöneberg und Spandau. Ab sofort arbeiten in den einzelnen Anlaufstellen Bündnispartner der Berufsberatung der Agenturen für Arbeit, der U25-Teams der Jobcenter und der neu bestellten Beratenden der Jugendhilfe und beruflichen Schulen für den Übergang Schule-Beruf unter einem Dach. Sie bieten Beratung, Unterstützung und Vermittlung aus einer Hand an. Die Beratung für sozialintegrative Leistungen wird ebenfalls einbezogen.

Das neue Ausbildungsjahr hat heute begonnen. Von 13.438 Ausbildungsplätzen, die für dieses Jahr in Berlin gemeldet wurden, sind 4.247 immer noch unbesetzt, also rund ein Drittel. Dazu erklären die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Burgunde Grosse und die Ansprechpartnerin der SPD-Fraktion für berufliche Bildung, Franziska Becker:

Burgunde Grosse: