Im vergangenen Jahr wurden in Berlin 13.249 Opfer partnerschaftlicher Gewalt registriert, davon die deutliche Mehrheit Frauen. Das entspricht einem Anstieg von 5,3 Prozent gegenüber 2024. Auch bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ist die Entwicklung besorgniserregend. Insgesamt wurden 2025 8.652 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung erfasst – 15,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Fälle sexueller Belästigung stieg um 12,4 Prozent auf 1.357 Fälle. Bei Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellen Übergriffen in besonders schweren Fällen wurden 1.393 Fälle registriert – ein Anstieg um 12,6 Prozent.
Die steigenden Zahlen machen deutlich: Häusliche und sexualisierte Gewalt sind keine Randphänomene. Wer Gewalt erfährt, muss in Berlin schnell einen sicheren Ort und professionelle Unterstützung finden. Deshalb bauen wir das Gewalthilfesystem konsequent aus.
Allein 2026 entstehen drei neue Frauen- und Kinderschutzhäuser. Im Februar eröffnete das 9. Frauen- und Kinderschutzhaus, im August folgte das zehnte. Spätestens im September soll ein 11. Frauen- und Kinderschutzhaus eröffnen. Damit stehen in Berlin insgesamt 431 Familienplätze mit 946 Betten für Frauen und ihre Kinder zur Verfügung.
Neben sicheren Schutzplätzen ist eine niedrigschwellige und professionelle Beratung entscheidend. Deswegen sind seit Mai zwei zusätzliche Fachberatungsstellen gegen häusliche und sexualisierte Gewalt im Aufbau. Künftig können sich Frauen, die von Gewalt betroffen sind, an insgesamt neun Fachberatungs- und Interventionsstellen im Berliner Stadtgebiet wenden.
Mirjam Golm, Sprecherin für Frauen und Gleichstellung:
„Unsere Arbeit wirkt. Wir reden nicht, wir handeln: Mit dem zehnten Frauen- und Kinderschutzhaus und dem elften Haus, das im September folgen soll, schafft Berlin weitere dringend benötigte Schutzplätze. Die SPD-Fraktion hat dafür die notwendigen Mittel gesichert und den Ausbau des Hilfesystems konsequent vorangetrieben. SPD bedeutet konsequenter Gewaltschutz für Frauen und Kinder.“