Am 26. April mit NEIN stimmen - weil gemeinsam besser ist!
Der richtige
Weg für Berlin:
Gemeinsamer Ethikunterricht und freiwilliger
Religionsunterricht!
Wir wollen Ethik und Religion
Also:
- den gemeinsamen Werteunterricht aller Schülerinnen und Schüler
- zusätzlich den freiwilligen Religionsunterricht
- Werte des Grundgesetzes wie Toleranz, Gewaltfreiheit und Demokratie vermitteln
Pro Reli will Ethik oder Religion
Also:
- den gemeinsamen Ethikunterricht für alle abschaffen
- die Klassen nach
Religionszugehörigkeit spalten
- weniger Wertevermittlung
an den Oberschulen
Gegen den Wahlzwang - Warum Ihre NEIN-Stimme wichtig ist
Alle wahlberechtigten Berlinerinnen und Berliner haben in diesen Tagen die Wahlbenachrichtigung für den Volksentscheid am 26. April erhalten. Einige fragen sich, ob sie als Befürworter des gemeinsamen Ethikunterrichts für alle Schülerinnen und Schüler überhaupt zur Abstimmung gehen sollen. Da beim Volksentscheid ein so genanntes Zustimmungsquorum gilt, ist Ihre NEIN-Stimme wichtig. Der "Pro Reli"-Entwurf wird unmittelbar Gesetz, wenn mindestens ein Viertel der Wahlberechtigten dafür stimmt - und nicht noch mehr dagegen. Wir wollen den gemeinsamen Ethikunterricht für alle Schülerinnen und Schüler an den Oberschulen erhalten und bitten Sie deshalb, mit Nein zu stimmen. Denn unser Modell des gemeinsamen Ethikunterrichts plus des freiwilligen Religionsunterrichts hat sich in Berlin bewährt.
Themenartikel
Videopodcast
Der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Berliner SPD, Michael Müller, wirbt in einem Videopodcast für den gemeinsamen Ethikunterricht in Berlin
Rahmenlehrplan Ethik
23.02.2009 - CDU-Stimmungsmache immer absurder - Müller warnt vor Spaltung der Stadt
Der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Berliner SPD, Michael Müller,
verurteilt die zunehmende Schärfe und Unsachlichkeit in der
Auseinandersetzung um den Volksentscheid "Pro Reli". Müller: "Die CDU,
die FDP und einige Medien haben offenbar die Absicht, die Debatte um
den Ethikunterricht eskalieren zu lassen. Ihnen geht es nicht um die
sachliche Auseinandersetzung über den besten Weg für Berlin, ihnen geht
es ausschließlich um Stimmungsmache und parteipolitischen Kampf. Dabei
nehmen sie verantwortungslos die Spaltung der Stadt in Kauf."
17.02.2009 - Müller: Abstimmungstermin ermöglicht klare Entscheidung
Der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Berliner SPD, Michael Müller,
begrüßt die Festlegung des Abstimmungstermins für den Volksentscheid
"Pro Reli" auf den 26. April 2009:
"Dieser Abstimmungstermin ermöglicht eine klare Entscheidung. Den
Termin nach hinten auf den Tag der Europawahl zu verlegen, wäre diesem
Volksentscheid nicht angemessen gewesen. Denn der Kostenfaktor kann in
dieser wichtigen bildungs- und integrationspolitischen Frage nicht das
entscheidende Argument sein.
Demokratie kostet - und der Volksentscheid
mit seiner herausgehobenen Stellung ist es uns wert.
Zwei so unterschiedliche und bedeutende Themen wie die Wertevermittlung
an Schulen und Europa dürfen nicht miteinander vermengt werden. Wir
wollen eine eigenständige Wahlentscheidung der Bürger für oder gegen
ein Pflichtfach Religion."
13.02.2009 - Plakataktion
Unter dem Motto "Gemeinsam, nicht getrennt" hat der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Berliner SPD, Michael Müller, am 13. Februar ein Plakat der Berliner SPD zum Ethikunterricht vorgestellt.
29.01.2009 - Abgeordnetenhausdebatte zum Volksentscheid "Pro Reli"
Die Fraktionen des Berliner Abgeordnetenhauses haben am 29. Januar in
der Aktuellen Stunde über das Thema "Berlin vor dem Volksentscheid über
Ethik- und Religionsunterricht" debattiert. Der
SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Müller hat dabei die wichtige
Bedeutung des gemeinsamen Ethik-Unterrichts an Berliner Oberschulen
hervorgehoben:
"Wir wollen nämlich mit unserem gemeinsam verpflichtenden
Ethikunterricht, dass die Kinder miteinander und voneinander lernen.
Wir wollen es verpflichtend für die Schülerinnen und Schüler, ohne den
Kirchen an der Schule etwas wegzunehmen. Wir haben diesen Unterricht eingeführt und formuliert, und erhalten das
volle Religionsangebot an der Grundschule, so, wie es seit Jahrzehnten
bekannt ist. Auch an der Oberschule wird es als freiwilliger Unterricht
in den Räumen der Schule, jedes Jahr staatlich finanziert mit rund 50
Millionen Euro, angeboten. Da wird nichts abgeschafft vom
Religionsunterricht. (...)
Das, was wir machen, ist eine Bereicherung und Ergänzung zum
freiwilligen Religionsangebot. Es ist ein Mehr an Möglichkeit. Man hat
das gemeinsame, verpflichtende Von- und Miteinanderlernen und dazu noch
das freiwillige Religionsangebot. Pro Reli und Sie wollen genau das
Gegenteil. Sie wollen einschränken und sagen, man müsse sich zwischen
dem Einen oder Anderen entscheiden. Das beschneidet die Möglichkeiten
an der Berliner Schule. (...)
Wir reagieren mit unserem Ethikunterricht auf eine besondere
Berliner Situation. Wir sind eine internationale Stadt, Christen,
Moslems, Juden, Buddhisten, verschiedene Kulturen, Religionen treffen
in der Stadt aufeinander und auch in der Schule. Wir wollen, dass man
im Klassenverband Unterschiede kennenlernt, aber auch gemeinsame Werte
feststellt, miteinander redet, aber nicht über einander redet. (...)
Ziel sollte es doch für uns alle sein, dass alle jungen Menschen mit
einem ausgeprägten demokratischen Grundverständnis und Respekt vor den
Weltanschauungen anderer die Schule verlassen. Gewaltfreiheit,
Toleranz, Gleichberechtigung, das sind die Werte, die wir lehren und
leben wollen. Das sind die Werte, die wir gemeinsam und nicht getrennt
lehren und leben wollen."
Rede von Michael Müller in voller Länge
Liebe Berlinerinnen und Berliner,
wir leben in einer internationalen Stadt. Das spiegelt sich auch an
unseren Schulen wieder. Die Schülerinnen und Schüler sind
unterschiedlicher Herkunft, sind von verschiedenen Traditionen und
Religionen geprägt. Sie sind Christen, Moslems, Juden, Buddhisten oder
gehören keiner Religion an.
Angesichts dieser Vielfältigkeit ist es entscheidend, dass die
Schülerinnen und Schüler miteinander ihre religiösen und
weltanschaulichen Vorstellungen diskutieren, Unterschiede kennen
lernen, aber vor allem auch gemeinsame Werte feststellen. Das kann nur
zusammen im Klassenverband geschehen. Die Schülerinnen und Schüler
sollen miteinander reden und nicht übereinander.
Wir haben deshalb zum Schuljahr 2006/2007 das Fach Ethik ab der 7.
Klasse eingeführt. Dieser neue Ethikunterricht ist ein wichtiges
Instrument, mit dem Konflikte vermieden, Vorurteile abgebaut werden
können und die Integration in unserer Stadt gefördert werden kann. Wir
stärken mit ihm die gegenseitige Akzeptanz und Anerkennung - und das
ist die Voraussetzung für ein friedliches und gemeinsames Miteinander
in Berlin. Dafür stehen wir!
Ihr Michael Müller
Fraktionsvorsitzender
SPD-Landesverband
Bündnis Pro Ethik