Schwarz-Gelb ohne Kulturverständnis -
Lange kritisiert Mittelsperrung für die Berliner Rundfunkorchester und Chöre
Die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses, Brigitte Lange, kritisiert den Beschluss des Haushaltsausschusses im Bundestag, die anteiligen Zuschüsse des Bundes für die Berliner Rundfunk Orchester und Chöre (ROC GmbH Berlin) einzufrieren.
Lange betont: "Über den Beschluss, die zwei Millionen erst nach Vorlage eines Reformkonzeptes zu entsperren, kann man nur den Kopf schütteln. Zunächst sollte sogar pauschal eine Million Euro gestrichen werden. Nach heftigen Protesten der SPD und anderer Oppositionsfraktionen sowie des Kulturstaatsministers Neumann wurden die Kürzungsabsichten fallen gelassen und stattdessen die Sperre beschlossen.
Das absurde Vorgehen im Ausschuss macht deutlich, wohin die Reise gehen soll: Die ROC soll offenbar sinnlos und ohne Not zerschlagen werden. Es ist nicht hinnehmbar, wie hier kaltschnäuzig und ignorant mit unersetzlichem Kulturgut hantiert wird – gegen einen Kulturstaatsminister aus den eigenen Reihen. Schwarz-Gelb fehlt jedes Kunst- und Kulturverständnis.
Nach all den notwendigen Veränderungen der letzten Jahre ist die ROC GmbH gut aufgestellt. Und mehr noch: Inzwischen haben sich die vier Berliner Orchester und Chöre auch international zu bedeutenden Klangkörpern entwickelt. Sie sind ein Aushängeschild für Berlin als Kultumetropole.
Das Land Berlin ist mit 20 Prozent Anteil einer der Träger der ROC. Die Berliner SPD-Fraktion unterstützt weiter das bestehende Modell der Rundfunk Orchester und Chöre und setzt sich für den Erhalt aller vier Klangkörper ein. Wir haben in den Hauhaltsberatungen im vergangenen Jahr dafür gesorgt, dass die Mittel bereitgestellt worden sind, damit die Orchester und Chöre mit der nötigen Planungssicherheit arbeiten können."
Brigitte Lange,
kulturpolitische Sprecherin