Berlin braucht Klarheit über Stiftung zur Förderung der Spitzenforschung
Fugmann-Heesing: Uni-Präsidenten müssen zu ihrem Wort stehen!
Die Akademischen Senate von TU und FU haben eine konkrete Steigerung
der Landeszuschüsse an die Universitäten ab 2010 zur Bedingung gemacht,
um dem Errichtungsvertrag für die neue Wissenschaftsstiftung
zuzustimmen. Dabei hatten die Präsidenten der Berliner Universitäten
noch am 9. Juni 2008 eine weitreichende Erklärung zur Finanzierung der
Universitäten mit Senator Jürgen Zöllner unterzeichnet.
Dazu erklärt Dr. Annette Fugmann-Heesing, Wissenschaftsexpertin der
SPD-Fraktion: "Mit diesen nachgeschobenen und unerfüllbaren Bedingungen
gefährden die Präsidenten und die Gremien leichtfertig die Arbeit und
die Zukunft exzellenter Forscher an ihren eigenen Universitäten! Käme
man den Beschlüssen der Akademischen Senate nach, würde die Stiftung
erst nach der Verabschiedung des Haushalts im Herbst 2009 - also in den
Doppelhaushaltsjahren 2010 und 2011 - die Arbeit aufnehmen können.
Damit würde sich die Förderung der Berliner Spitzenforschung um mehr
als ein Jahr verzögern. Aber die Wissenschaft braucht diese Stiftung
dringend. Die Stiftung stellt eine große Chance dar, die exzellenten
Bereiche der Berliner Wissenschaft zu fördern und die internationale
Sichtbarkeit des Wissenschaftsstandort Berlin zu steigern."
Die SPD-Fraktion fordert daher die Präsidenten aller Berliner
Universitäten insbesondere aber der Freien und der Technischen
Universität - auf, zu ihrem Wort zu stehen. "Es wäre eine Blamage, wenn
die Berliner Universitäten jährlich 30 bis 40 Millionen Euro zur
Förderung der Spitzenforschung blockieren würden. Ich erwarte von
öffentlichen Universitäten, dass sie Verantwortung für die Entwicklung
von Wissenschaft und Forschung in Berlin übernehmen," so
Fugmann-Heesing.
Fugmann-Heesing abschließend: "Die SPD-Fraktion des Abgeordnetenhauses
unterstützt Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner nachdrücklich bei dem
Anliegen, das Berlin International Forum for Exzellence noch im Jahr
2008 zu gründen."