Müller kritisiert erbärmlichen Streit um BBI-Namensgebung
Zu der an Peinlichkeit nicht zu überbietenden Debatte um die
Namensgebung für den künftigen Flughafen BBI erklärt der Landes- und
Fraktionsvorsitzende der Berliner SPD, Michael Müller:
"Der Namensstreit um den Flughafen ist mehr als erbärmlich. Willy
Brandt war zweifellos ein außerordentlich bedeutender Sozialdemokrat.
Entscheidend für den Vorschlag, BBI nach ihm zu benennen, sind aber
ganz andere Gesichtspunkte. Willy Brandt war eine hochgeachtete,
nationale und internationale Persönlichkeit, Weltbürger und
Friedensnobelpreisträger.
Als Regierender Bürgermeister von Berlin wurde er zum Symbol des
Freihheitskampfes der Berlinerinnen und Berliner, aber auch einer
Politik, die die Spaltung zwischen Ost und West überwand. Er hat in
sehr schwierigen Jahren vielen Menschen Hoffnung und Mut gegeben mit
seiner Vision von einer besseren Welt.
Der künftige Berlin-Brandenburgische Flughafen eignet sich wie kaum ein
anderer Ort, nach diesem Mann benannt zu werden. Er ist ein
herausragendes gemeinsames Projekt, das unsere Region bald mit der Welt
verbinden und von Menschen aus aller Herren Länder genutzt werden wird.
Bei allem Respekt vor anderen Vorschlägen, die vor allem jetzt von der
Opposition kommen, befremdet doch die damit verbundene
Geschichtsvergessenheit und Kleinkariertheit.
Namentlich der CDU-Fraktionsvorsitzende Pflüger muss sich fragen
lassen, ob ihm die Bedeutung Willy Brandts für unsere Stadt, unser
Land, die Einheit Deutschlands und die internationale Friedenspolitik
in den langen Jahren in Hannover entgangen ist."
Michael Müller,
Landes- und Fraktionsvorsitzender