Tesch: Berliner PISA-Ergebnisse machen Mut
Die schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion des Abgeordnetenhauses, Dr. Felicitas Tesch, erklärt zur heutigen Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse:
"Berlin liegt beim Ländervergleich 2003 vor den anderen deutschen Stadtstaaten und vor einigen Flächenländern. Dass dieses Ergebnis – genauso wie das deutsche Abschneiden insgesamt – noch nicht befriedigend ist, liegt auf der Hand. Klar ist auch, dass es eine Metropole wie Berlin deutlich schwerer hat als ein Flächenland. Nichtsdestotrotz macht dieses Abschneiden aber Mut für die Zukunft. Das Ergebnis zeigt, dass die stärkere Fokussierung des politischen und des öffentlichen Interesses auf die Bildungspolitik in Berlin bereits Erfolge gebracht hat.
Grund zum Optimismus können wir auch haben, weil die Koalition aus den vergangenen PISA-Studien bereits Konsequenzen gezogen hat, die bei dieser Untersuchung noch nicht greifen konnten. So hat Berlin im letzten Jahr als erstes Bundesland ein umfassend reformiertes Schulgesetz sowie ein Kita-Bildungsprogramm verabschiedet. Mit beiden Maßnahmen wurden die wichtigsten Forderungen der KMK aufgegriffen: frühe Sprachförderung, individuelle Förderung der Kinder, Einschulung bereits mit 5,5 Jahren, interne und externe Evaluation der Schulen, mehr Eigenverantwortung für die Schulen sowie der Ausbau von Ganztagsschulen. Diese Verbesserungen werden sich mit Sicherheit mittelfristig auch positiv auf die Berliner Ergebnisse bei Ländervergleichen auswirken. Berlin ist bildungspolitisch auf einem guten Weg."