Brigitte Lange befürwortet europäisches Zentrum gegen Vertreibungen
Die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses, Brigitte Lange, fordert die Bundesregierung auf, sich umgehend für ein europäisch ausgerichtetes Zentrum gegen Vertreibungen einzusetzen.
"Deportationen, Zwangsumsiedlungen und Vertreibungen im 20. Jahrhundert haben, auch über Europas Grenzen hinweg, viel Leid und Elend über die Zivilbevölkerung gebracht. Bis heute sind die Ursachen, Zusammenhänge und Folgen nicht aufgearbeitet. Darum muss dringend ein Dialog über die Errichtung eines Zentrums gegen Vertreibungen auf europäischer Ebene geführt werden. Dieses Zentrum soll die Schicksale und das Leid der Betroffenen dokumentieren und erforschen.
Das Konzept für ein solches Zentrum darf nicht aus einer singulären nationalstaatlichen Perspektive entwickelt werden. Es soll, im gesamteuropäischen Kontext eingebettet, ein Ort der Erinnerung und Mahnung sein, damit solches Leid zukünftig verhindert wird.
Alle europäischen Länder, die von Vertreibungen betroffen waren, sollten an diesem Projekt mitarbeiten und gemeinsam den Standort bestimmen."
Brigitte Lange,
kulturpolitische Sprecherin