Gaebler: Studierendenvertreter gefährden Semesterticket
Zu den laufenden Urabstimmungen an den Hochschulen über eine Fortsetzung des Semestertickets erklärte heute der parlamentarische Geschäftsführer und verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion des Abgeordnetenhauses von Berlin, Christian Gaebler:
"Das Semesterticket ist ein wichtiges Angebot für Berliner Studierende und ist politisch auch immer gewollt und gefördert worden. Allerdings ist nach drei Jahren mit fast unveränderter Preisgestaltung eine Anpassung an die Entwicklung der übrigen Zeitkartenangebote unerlässlich.
Zur Zeit laufen an den Berliner Hochschulen Urabstimmungen über das Semesterticket. Dabei stellen die Studierendenvertretungen jedoch nicht nur das Angebot der Verkehrsunternehmen, sondern in einer zweiten Frage auch ein deutlich günstigeres so genanntes Gegenangebot zur Abstimmung. Die Studierendenvertretungen erwecken damit den Eindruck, es bestünde noch Verhandlungsspielraum. Dies ist nicht der Fall.
Bei Ablehnung des aktuellen Angebots der Verkehrsunternehmen wird es ab Sommer 2005 zunächst kein Semesterticket mehr geben. Ob durch Verhandlungen dann eine Wiedereinführung erreicht werden kann, ist sehr fraglich.
Der Öffentlichkeit ist nicht zu vermitteln, dass den Studierenden ein um über 50% reduzierter Monatspreis immer noch zu hoch erscheint. Rund 23 Euro pro Monat sind ein akzeptables Angebot. Die Wunschpreise der ASten sind unrealistisch.
Die Studierenden haben es in der Hand, ob sie weiterhin ein Semesterticket wollen."
Christian Gaebler,
parlamentarischer Geschäftsführer und verkehrspolitischer Sprecher