Wirtschaftsstandort Berlin stärken I
Ökologische Industriepolitik
Der weltweit erkannte Bedarf des Klimaschutzes fordert lokale Maßnahmen. Die SPD-
Fraktion will mit ihrer ökologischen Industriepolitik eine Neuorientierung der Industrie hin
zu nachhaltigem Wirtschaften sowohl aus umweltpolitischen als auch aus
Kosteneffizienzgründen erreichen. Umwelt und Ökonomie sind keine Gegensätze. Im
Gegenteil, regenerative Energiequellen, energieeffizientes Gebäude- und
Infrastrukturmanagement, energieeffiziente Fertigungsverfahren und nachhaltige
Wasserwirtschaft erschließen zusätzliche industrielle Wachstumspotentiale für die
Unternehmen und den Standort. Im Bereich der sogenannten "Green Economy" hat Berlin
bereits Stärken entwickelt, diese gilt es gezielt zukunftsorientiert weiter auszubauen und
zu stabilisieren. Die SPD-Fraktion will mit einer konsequenten ökologischen Industriepolitik
die Rahmenbedingungen für einen ökologischen industriellen Strukturwandel schaffen und
die Entwicklung von umweltfreundlichen und energiesparenden Innovationen unterstützen.
Hierdurch wird für Berlins Wirtschaft die Möglichkeit zum Aufbau weiterer Arbeitsplätze
geschaffen.
Entwicklung, Produktion und Vermarktung Berliner Umwelttechnologien stärken und ausbauen:
1. Wachstumsträchtige Berliner Umwelttechnikunternehmen, insbesondere kleine Unternehmen sollen
in ihren Bemühungen, am Standort geeignete Räume bzw. Flächen zu finden und finanzieren zu
können von der Investitionsbank Berlin und von Berlin Partner so unterstützt werden, dass sie auch
als wachsendes Unternehmen für den Standort erhalten bleiben.
2. Nachhaltige Produktionsverfahren führen zu sinkenden Produktionskosten: Unternehmen sollen
angehalten und unterstützt werden, energie- und umweltfreundliche Produktionsverfahren allein oder
in Kooperation mit einer Hochschule zu entwickeln und einzusetzen.
3. Die ipal GmbH als Tochter der IBB soll ihr Engagement, zur Nutzung von Ideen, Innovationen und
Patenten von freien Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die am Standort Berlin zur
Realisierung von Produktions- bzw. Wertschöpfungsketten beitragen, ausweiten.
Entwicklung und Sicherung eines nachhaltigen Mobilitätskonzepts:
1. Gründung einer Kooperation zur nachhaltigen Mobilität zwischen den in Berlin ansässigen
Unternehmen der Verkehrsbranche, wie Bombardier und Siemens und den Anbietern des öffentlichen
Nahverkehrs wie der BVG und anderen kleineren Unternehmen der nachhaltigen Mobilität.
2. Entwicklung eines Konzepts zur innerstädtischen Nutzung innovativer Möglichkeiten der nachhaltigen
Mobilität in kollektiver und individueller Form auch in Form von modellhaften Verkehrszonen im
Innenstadtbereich, z.B. Elektro- und Fahrradmobilität, öffentlicher Nahverkehr und kombinierte
Lösungen, Mobilität ohne direkten Verbrauch fossiler Brennstoffe.
Mehr Wettbewerb am Energiemarkt, dezentrale Energieproduktionen fördern
1. Zentrum für Unternehmen der erneuerbaren Energien am Standort Flughafen Tegel schaffen,
Anbindung durch öffentlichen Nahverkehr absichern
2. Förderung von Gründern und kleinen Unternehmen für erneuerbare Energien und Umwelttechnik im
Umfeld der Technischen Universität als Gründer- und Innovations-Campus
3. Rekommunalisierung von Energieversorgungsnetzen anstreben, Einspeisung von Strom attraktiver
machen
Kompetenz aus Wissenschaft und Wirtschaft stärken und ausbauen:
1. Kooperationen zwischen Universitäten und Industrie fördern , insbesondere im Bereich der Green
Economy
2. Fachkräfte-Pool aufbauen, Informationen über offene Stellen und steigende Fachkräftebedarfe der in
Berlin vorhandenen zum Teil stark spezialisierten Unternehmen der Umwelttechnik-Branche
transparent machen. Unternehmen der Region durch in der Region ausgebildete Ingenieure und
Techniker stärken, Abwanderung vorbeugen, Know-How für die Region sichern.
3. Green-Tech bzw. Weltenergie-Messe: Aufbau einer Messe für erneuerbare Energien und
Umwelttechnologien am Standort Berlin durch die Messe Berlin GmbH.